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15. Februar 2017

Die Zeit der Jungweinproben

15. Februar 2017 – Die Zeit der Jungweinproben

Die ersten Vorboten des Frühlings zeigen sich an der Haardt. Die Reben sind fast alle zurückgeschnitten und so zieht es uns in den Keller.

Das Winzerdasein kann so einfach sein. Wenn man es schafft, perfekt selektierte Trauben schonend zu pressen und so ins Fass zu legen, übernimmt die Natur das Regime und die Weinbergshefen vergären den Most zu Wein.

Natürlich beobachten wir genau und verkosten immer wieder am Fass, doch im wesentlichen geschieht über Winter alles von alleine. Nach der 3- 12 wöchigen Gärung werden die Fässer voll gefüllt und nun setzt sich die Hefe langsam ab. Der Jungwein klärt sich mehr oder weniger von selbst. Ein Abstich - also das Abziehen von der groben Hefe - hilft dabei.

Doch zuvor müssen die Weine immer wieder zur Verkostung auf den Tisch. Es ist ein aufregendes Gefühl, wenn man zusammen zum ersten Mal die Arbeit eines ganzen Jahres vor sich zur Verkostung sieht. Welches Fass ist besonders gut gelungen, welches nicht ganz so sehr? Wo hilft vielleicht etwas Luft?

Da viele unserer Weinberge in VDP.Grossen und VDP.Ersten Lagen liegen, wird so manches Fass zum VDP.Gutswein oder VDP.Ortswein „abgestuft“.

Das will genau durchdacht sein. Welches Fass wird sich wie entwickeln, das ist die Frage die wir mit unserer langen Erfahrung entscheiden. Dann, schon bald, werden die Gutsweine zusammengelegt und auf die Flasche gezogen. Dann ist der Zeitpunkt gekommen, an dem wir auch Sie einladen, den Jahrgang 2016 zu entdecken.