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15. September 2017

D-Day im Idig.

Das war vielleicht ein Regengebiet, das von Mittwoch auf Donnerstagnacht über den ganzen Südwesten hinwegzog. . Am Schluss waren es fast dreißig Liter Niederschlag. Eine ganz schöne Menge. Wenn man im Bett liegt und ständig dieses Rauschen hört, geht einem alles Mögliche durch den Kopf und an entspannten Schlaf ist nicht zu denken. Vom starken Geräusch des Regens hätten wir gedacht, es sei noch viel mehr Regen gefallen. Der Blick auf die Daten der Wetterstation hatte dann schon fast etwas Beruhigendes. Da der Regen von einer polaren Kaltfront begleitet war und die Temperaturen kräftig nach unten gingen, hatte es etwas von Glück im Unglück.

Auch den ganzen Donnerstag noch war nicht an eine Traubenlese zu denken. Den ganzen Morgen Schauer und am Nachmittag dann endlich die Sonne mit Wind. Nachdem die Trauben dann also abgetrocknet waren, stellt sich die Frage, ob die Reben das Wasser aufsaugen und in die Trauben pumpen und wenn ja, wie lange es dauern würde, bis das Wasser dort ankommt und den Saft verdünnt.

Wir wollten jedenfalls nichts riskieren und so ging es heute in den unteren Idig. Die ersten gelesenen herrlichen Trauben wurden sofort auf die Kelter geschüttet, um zu sehen ob wir noch die gleiche Reife haben oder ob vielleicht doch noch zu viel Wasser zwischen den Beeren hängt. Dann die erlösende Nachricht: der Most hat immer noch die 94° Oechsle bei 9,5g Säure. Ideale Werte.

So fiel die Entscheidung, jetzt den ganzen Tag Idig zu lesen. Morgen geht’s in den Ölberg und die Meerspinne. Große Ereignisse für unser Weingut. Eine aufregende Zeit.