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18. Juli 2015

Der Sommer schreitet voran.

Es ist ein herrlicher, mediterran anmutender Sommer in diesem Jahr in der Pfalz. Tagein tagaus blauer Himmel und Sonnenschein. Die Reben haben sich ausgezeichnet entwickelt und in dem trockenen warmen Klima bleiben sie vollkommen gesund. Der einzige Wermutstropfen ist natürlich die relative Trockenheit. Zumindest machen wir Winzer uns so unsere Gedanken. Der Begrünung sieht man das natürlich schon ganz deutlich an – von grün fast keine Spur mehr zu sehen. Doch die Reben wachsen und gedeihen und selbst in jüngeren Weinbergen können wir noch kein Anzeichen von Trockenstress feststellen.

Man muss dabei bedenken, dass der letzte Herbst ausgesprochen nass war. Die tiefen Bodenschichten wurden mal wieder richtig durchfeuchtet. Da unsere Reben ja zum Glück keine Flachwurzler sind – wir verstärken das Bilden tiefer Wurzeln, indem wir regelmäßig die Wurzeln im Oberboden abschneiden – steht ihnen dieses Wasser immer noch zur Verfügung. Im Prinzip kann die Rebe mit Trockenheit im Hochsommer gut umgehen, wie sonst könnten im Mittelmeerraum solch großartige Weine wachsen.

So ist abzusehen, dass schon bald der Reifebeginn eintritt und es rückt jedenfalls nach und nach schon wieder die Weinlese in den Blick. Mit leichtem Schrecken stellen wir fest wie schnell ein Jahr dahingeht. Gerade noch haben wir in der letzten Woche mit der Füllung unserer Großen Gewächse direkt von der Feinhefe den fulminanten Endpunkt der 2014er Ernte gesetzt, da müssen wir uns schon wieder in Gedanken mit der neuen Ernte befassen. Was wollen wir in diesem Jahr angehen? Es bleibt immer spannend.