Aktuelles

08. September 2017

Ein guter Start.

Es lief sehr gut bisher, genau nach Plan. Wie berichtet, haben wir am Montag mit dem Spätburgunder begonnen. Das war auch unsere Arbeit an den beiden Folgetagen und Mittwochabend war dann die letzte rote Traube gelesen. Alles nach Wunsch: vollreif, aber nicht überreif und kerngesund. Nur einzelne, schon etwas eingetrocknete, hochreife Beeren mussten aussortiert werden,mit idealen Mostgewichten zwischen 92-95° Oechsle. Vor allem die Trauben im Idig und im Biengarten schmecken köstlich und sind aufgrund des Alters der Reben besonders kleinbeerig und intensiv.

Unsere Tochter Sophie ist erstmals voll engagiert dabei. Nach ihrem Abschluss in Oenologie in Geisenheim mit Auslandssemester in Bordeaux, studiert sie jetzt noch in Berlin Agrarökonomie, ist also noch einige Zeit unterwegs. Die frühe Ernte macht es aber möglich, dass sie in den Semesterferien voll in der Weinlese dabei sein kann. Sie bringt das erworbene Wissen aus ihren Ernten an der Nahe, in Baden, Frankreich und Australien in unsere Weinbereitung, vor allem in die des Spätburgunders, ein. Das wird unsere guten Spätburgunder sicher noch besser machen.

Nach dem Spätburgunder ging es Schlag auf Schlag an Grau- und Weißburgunder Gutswein. Alles genau wie gewünscht, nur geringere Mengen als in den Vorjahren. Der Frühjahrsfrost hat doch mehr als vermutet zugeschlagen. Dafür aber wunderbare Trauben, wie gemalt.

Heute Morgen ist jetzt der erste Riesling in Ruppertsberg, im Linsenbusch, an der Reihe. Hier haben wir schon ein wenig Fäulnis dabei, die unsere Handleser penibel aussortieren. Aufgrund des Frostes im Frühjahr ist der Ertrag auch in diesem Weinberg reduziert. Die verbleibenden Trauben wurden früher reif und sind kompakter, da sich die Kraft der Rebe auf die verblieben Triebe konzentriert hat. Wir sind gespannt auf das Ergebnis.

Morgen soll es nun regnen. So wird uns ein ruhiges Wochenende in der Lese bevorstehen. Fast ein Drittel der Weinberge ist bereits geerntet, und wir können behaupten, schon einiges erreicht zu haben und mit Gelassenheit auf die kommenden Tage blicken.