Aktuelles

08. Oktober 2014

Geschafft. Weinlese 2014.

Gestern haben wir die letzten Trauben wohlbehalten in das Kelterhaus gebracht. „Ende gut alles gut“ können wir voller Dankbarkeit sagen. So eine Weinlese ist stets von Hoffnungen und Sorgen geprägt. Die Sorge um die neu aufgetreten Kirschessigfliege – befällt sie die Pinots oder gar den Riesling – aber auch die kräftigen Niederschläge des Spätsommers und gar mitten in der Lese ließen uns so manche Nacht unruhig schlafen und man hat schon den Eindruck, dass es nicht einfacher geworden ist immer die richtige Entscheidung zu treffen.

Eine gute Nachricht, wir hatten keinerlei Problem mit der Kirschessigfliege. Die Weißwein Trauben mag sie überhaupt nicht und auch unsere Spätburgunder bleiben völlig verschont. Wir sind uns dabei sicher, dass auch unsere biodynamische Wirtschaftsweise mit den belebten Weinbergen einer der Schlüssel hierfür ist. So ein harmonischer Lebensraum lässt einfach eine solch explosionsartige Vermehrung einer Spezies nicht so leicht zu. Doch waren wir an der Mittelhaardt auch in diesem Sommer vom Wetter begünstigt. Deutlich geringere Regenfälle und eine frühere Reife erlaubten uns alle Weinberge mit gesunden und reifen Trauben zu lesen.

Natürlich kommt uns dabei auch die Erkenntnis gelegen, dass ein harmonischer Weinberg mit physiologisch Reifen Trauben auch bei 90 – 94 ° Oechsle schon große Komplexe Weine mit weniger Alkohol hervorbringen kann und die Hilfe der fleißigen und sachkundigen 28 Handleser. Ohne sie wären diese Weine nicht möglich, denn ohne eine schlagkräftige, selektive Handlese war man in diesem Jahr verloren. So liegen nun in unserem Keller die aus kerngesunden Trauben gepressten Moste der VDP.Ersten und VDP.Grossen Lagen und beginnen nach und nach die Gärung mit den Hefen aus unseren Weinbergen. Wir sind gespannt und erfreut zu gleich.