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21. September 2016

Höhen und Tiefen.

Was wäre eine Weinlese doch so schön, wenn es nicht dieses ständige auf und ab der Gefühle geben würde. Gesternmorgen noch haben wir Weißburgunder für unseren VDP.Gutswein in Ruppertsberg im Linsenbusch gelesen. Reife Trauben und ganz anders, als bei den Grauburgundern vom Vortag - mit teilweise extrem niedrigen Erträgen - mit ganz normalem Behang. Aber auch hier

 

Die Tour durch die Weinberge war dann eine „Herausforderung“. Gesund sehen die Trauben aus, von Fäulnis fast überhaupt nichts zu sehen. Nur ganz vereinzelt ist mal einen Beere abgedrückt und hat Botrytis. Das ist überhaupt kein Problem.

 

Doch die Geschmacksprobe und die Reifemessungen waren ernüchternd. Geschmacklich sind die Trauben nicht mehr ganz so konzentriert wir noch am Samstag. Die Ausreifung der Kerne ist für den Gutswein optimal und auch die Konsistenz.

Das Mostgewicht bestätigt den Geschmacklichen Eindruck: 2-6° Oechsle unter den Werten vom Samstag.

Offensichtlich haben die Reben den Regen vom Sonntag zum Teil jedenfalls gleich in die Trauben transportiert und so den Saft verdünnt. Bei den Weiß- und- Spätburgundern.

 

Dann haben wir noch ein paar Rieslingweinberge angesehen, und was wir so gar nicht erwartet haben, der Riesling hat offensichtlich wesentlich weniger Wasser eingelagert. Mit pikanter Säure und feiner Frucht und mit Mostgewichten, die über so manchem Weißburgunder lagen sind die ersten Weinberge für den Gutswein lesereif. So geht es heute erneuet in den Linsenbusch, doch diesmal in den Riesling.

 

Gestern gab es dann noch einen Premiere. Unsere ersten Muskatellertrauben wurden gelesen. Intensiv im Geschmack und immerhin 600kg. Da kann es im kommenden Frühjahr schon ein paar spritzig frische Gläser Muskatellerwein geben. Wir freuen uns darauf.