Aktuelles

20. September 2017

Mehr Hoffen als Bangen

Die Lese schreitet zügig voran. Auch wenn uns Petrus mit dem ein oder anderen Schauer ärgert, können wir uns nicht beklagen. In den letzten Tagen sind die Trauben einer Reihe wichtiger Weinberge in unseren Keltern gepresst worden. Der untere Idig am Freitag, die Meerspinne am Samstag, der Kapellenberg am Montag und Dienstag und heute jetzt der Ölberg, bevor es morgen in den oberen Idig geht. Und was in die Keltern kam, kann besser kaum sein: Zwischen 90-93° Oechsle, kerngesund, mit voller Reife und spritziger Säure.

Nachdem wir am Anfang der Lese befürchteten, dass uns Reife und Mostgewicht davonlaufen, hat sich alles wieder relativiert. Das bekannte Reifeplateau ist erreicht. Doch sieht man jetzt, dass es Zeit wird. Die Farbe der Trauben wandelt sich langsam und die ersten Beeren zeigen ihre Sonnenflecken. Ein wenig davon ist großartig, aber zu viele wollen wir nicht, denn sie sind untrügliche Zeichen der beginnenden Hochreife, die den Weinen die klare Struktur und Präzision rauben würde.

So sind wir froh, dass das Ende der Lese sich abzeichnet. Bis zum Sonntag dürfte das Meiste im Keller liegen. Und dies auch noch bei gutem Wetter – was will man mehr?