Aktuelles

15. September 2015

Start der Rieslinglese

Über das Wochenende haben wir uns eine Verschnaufpause gegönnt. Natürlich nicht ganz. Wir mussten die Holzfässer fertig legen und die Moste des Vortags verarbeiten. Schließlich haben wir am Sonntag nochmals alle Weinberge, die noch hängen genau unter die Lupe genommen. Es ist eine Freude. Die Beeren beginnen sich golden zu färben, haben dabei aber auch noch schöne leicht grüne Reflexe. So stand am gestrigen Montag dem Start der Rieslinglese nichts entgegen. Begonnen haben wir am Morgen im Herrgottsacker in Deidesheim. Vorgesehen als Gutswein soll der Wein nicht zu reif und mit einer feinen Säure ausgestattet sein. Genauso hat das auch geklappt. Schöne 86° Oechsle und 9,4 g Säure im Most. Idealwerte. Bis zum fertigen Wein werden wir noch gut ein Gramm Säure verlieren und vom Alkoholgehalt wird das nicht mehr als 11,8%.

Danach ging es weiter in die Ruppertsberger Nussbien. Etwas reifer sind die Trauben hier und etwas moderater in der Säure. So erwarten wir das von Ruppertsberg. Alles läuft wunderbar, doch gegen 15 h kommt ein erster Schauer. Im Wetterradar sieht man eine dunkle Front von Südwesten nach Nordosten ziehen. Wie es aussieht streift sie uns nur, deshalb ergeht das Kommando sich mal in den Planwagen zu setzen… Es hört zum Glück schnell wieder auf und so gehen wir wieder in den Weinberg, doch dann kommt ein richtig fetter Schauer. Wie brechen ab. Mist. Gerne hätten wir den Weinberg fertig gelesen.

Dennoch sind wir mit einem nur leicht gefärbten Auge davon gekommen. Insgesamt waren es nur 5 l Regen. Das ist nicht tragisch. Heute morgen ging es dann in der VDP.Ersten Lage Kapellenberg in den jüngeren Weinberg im Aspen. Das Ziel ist ein mineralisch frischer Ortswein Gimmeldingen. Was von der Kelter als Saft läuft begeistert uns richtig. Fruchtig frisch mit feiner Säure. So kann es weiter gehen.